Wut kontrollieren und abbauen

An manchen Tagen genügt der kleinste Funke, damit wir unsere Geduld verlieren und die Funken fliegen. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen um uns herum schlechte Laune und Wut verbreiten. Manchmal sind wir auch einfach müde und dadurch reizbarer als sonst. Ein normaler Satz kann uns dann schnell auf die Palme bringen.

In diesem Augenblick hat uns die Wut voll im Griff. Jeder in unserer Reichweite bekommt die schlechte Laune zu spüren, auch wenn er nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun hat. Im Nachhinein haben wir ein schlechtes Gewissen, weil wir uns nicht unter Kontrolle hatten und oftmals folgt eine lange Reihe von Entschuldigungen bei unseren Mitmenschen.

Gefühle sind niemals schlecht. Sie machen uns aus und definieren uns. Problematisch wird es, wenn wir unsere Handlungen nicht mehr selbst steuern können, weil wir beginnen, gefühlsbedingt zu handeln. Dann sind wir eine Marionette unserer Gefühle.

 

 

Um andere nicht zu verletzen, schlucken viele Menschen ihre Wut einfach runter, lächeln nett und machen einfach weiter. Aber auch das ist gefährlich. Unterdrückte Wut kann genauso gefährlich sein wie ein ausgewachsener Wutanfall. Herzrasen, Bluthochdruck, Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Übergewicht und Energiemangel sind nur einige Symptome unterdrückter Wut.

Es ist wichtig der Wut richtig zu begegnen, sie weder zu ignorieren, noch sie an anderen Menschen auszulassen.

 

Höre auf deinen Körper

Bevor uns überhaupt klar ist, dass wir gleich explodieren, sendet der Körper ein paar Warnsignale aus. In unserem Körper verbreiten sich Hitze und Anspannung. Vielleicht zittern auch die Hände. Es fühlt sich so an, als würde das gesamte Blut in den Kopf wandern. Jede Faser in unserem Körper macht sich bereit in die Luft zu gehen.

 

 

Schätze die Situation ein 

Bevor du nun explodierst, halte einen Moment lang inne. Du weißt, wenn du deinen Gegenüber anschreist oder sogar verletzt, wird das Konsequenzen haben. Auch wenn du ihn im Augenblick in Stücke reißen willst, weißt du, dass es falsch ist.

Plan A:

Im Idealfall, den es zugegebenermaßen sehr selten gibt, kannst du die Situation einfach verlassen. Du gehst aus dem Raum oder von dem Ort weg und es gibt keine Verletzten. Natürlich ist deine Wut noch nicht verraucht. Also such dir einen Platz, an dem dich keiner hört und schrei deine Wut hinaus. (Wald, Park, in ein Kissen)

Denk auch daran, deine Wut körperlich freizulassen. Prügel auf einen Boxsack oder ein Kissen ein, bis du das Gefühl hast, es geht dir besser. Oftmals hilft es auch, seine angestaute Wut beim Sport loszuwerden.

Generell sollte man regelmäßig Dinge tun, die deinen körperlich und geistig auslasten bzw. entspannen. Geistige Entspannung kann man z.B. mit Lesen erreichen.

 

 

Plan B:

Weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass man die Situation einfach so verlassen kann, kommen wir zu Plan B. Wir sind wieder am Ausgangspunkt. Die Wut schäumt in dir hoch, du bist kurz vorm Überkochen. Versuche dir für solche Situationen eine Art Routine anzueignen.

Möglichkeiten, um deine Wut zu kontrollieren:

  • Atme tief ein und aus. Konzentriere dich darauf, wie sich dein Bauch hebt und senkt. Wir neigen während eines Wutanfalls dazu, mit schnellen, kurzen Atemzügen zu atmen, wodurch unser Körper sich immer mehr anspannt.
  • Zähle langsam von zehn herunter. Während du bewusst atmest, zähle langsam von zehn herunter. Dies gibt dem Körper Zeit sich zu entspannen.
  • Bewege dich! Damit der Körper nicht verkrampft, ist es wichtig sich zu bewegen. Lauf ein paar Schritte, strecke und dehne dich und du wirst sehen, die Anspannung wird von dir abfallen.
  • Analysiere die Situation. Manchmal reagieren wir einfach über, weil wir eine Situation vollkommen falsch einschätzen. Versuche dich in deinen Gegenüber hineinzuversetzen. Hat er das, was er gerade gesagt hat, vielleicht ganz anders gemeint? Oder hat derjenige gerade aus einem anderen Grund so gehandelt? Einen Grund, den du gar nicht kennst?

Wenn man es schafft einen kühlen Kopf zu bewahren, erkennt man, dass einige Dinge gar nicht so dramatisch sind wie sie zuvor wirkten. Nach und nach lernt man seiner Wut richtig zu begegnen, sie weder zu unterdrücken noch an anderen auszulassen.

 

Das wichtigste ist, dass man sich regelmäßig von angestauter Wut befreit. Plan A kann man also auch außerhalb eines drohenden Wutausbruches regelmäßig anwenden. So schafft man es ein ausgeglichener Mensch zu bleiben.

 

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2 Replies to “Wut kontrollieren und abbauen

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