Wie man Neid in etwas Positives verwandelt

Neid-grünes-Monster

Der Kollege hält schon wieder ein neues Smartphone in der Hand. Die beste Freundin verreist in ein 5-Sterne-Hotel im Süden. In unserer Magengrube macht sich ein Stechen bemerkbar. Fast jeder hat dieses Gefühl schon einmal gehabt. Die Rede ist vom Neid.

Dieses kleine, grüne Monster setzt sich manchmal ungewollt auf unsere Schulter und flüstert uns Dinge ins Ohr wie: “Der hat wohl zu viel Geld!” oder “Wie hat sie das schon wieder gemacht? Die hat sich bestimmt hoch geschlafen!” Doch wie schafft man es dieses Monster zu zähmen und für sich zu nutzen? In diesem Artikel findest du ein paar Anregungen dazu. Denn Neid macht nicht glücklich, er verbreitet nur Unfrieden.

 

Wie entsteht Neid?

Neid liegt uns in den Genen. Bereits in der Evolution des Menschen spielte Neid eine wichtige Rolle. Es kam nur derjenige weiter, der bessere Ressourcen vorzuweisen hatte (Gesundheit/ Schönheit, Geschick, Beute). Wer mehr besaß, kam weiter und dies bedeutete eine größere Überlebens- und Fortpflanzungschance.

Niemand ist sicher vor dem Neid. Jeden Tag vergleichen wir uns mit anderen Menschen. Schon in unserer Kindheit wurden Vergleiche zu anderen gezogen. Spätestens in der Schule hatte man sie schwarz auf weiß, in Form von Noten. Beim Vergleich mit anderen, erhalten wir schnell den Eindruck, dass wir benachteiligt werden. Der eine Kollege bekommt mehr Urlaubstage zugesprochen, der nächste mehr Gehalt. Wir wollen das haben, was andere besitzen. Dabei vergessen wir, was an unserem Leben toll ist. Denn das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner. 

 

 

Was macht Neid mit uns?

Ständige Vergleiche mit dem Leben anderer machen uns unglücklich. Es wird immer einen geben, der in einer Sache besser ist als wir. Es schleicht sich das Gefühl der Unzufriedenheit ein. Neid kratzt an unserem Selbstvertrauen, er macht uns traurig oder sogar wütend. Nicht selten kommt es vor, dass wir aus Neid andere verletzen, sei es verbal oder sogar körperlich. Es gilt der Grundsatz: Wenn ich es nicht haben kann, dann soll es auch kein anderer haben! Dies wiederum führt dazu, dass wir uns nicht mehr für andere freuen können.

Generell kann man also sagen:

Neid bringt uns nicht voran. Er zieht uns herunter und macht uns unglücklich!

 

Neid-trauriger-Hund

 

Neid in etwas Positives verwandeln

Es gibt nicht nur negative Aspekte am Neid. Man kann man lernen ihn für sich zu nutzen. Wenn sich das kleine, grüne Monster namens Neid mal wieder auf deine Schulter setzen will, rufe dir folgende Dinge ins Gedächtnis:

  1. Keine Vergleiche mit anderen – Höre auf dich mit anderen zu vergleichen! Es wird immer jemanden geben, der besser ist, als du. Es bringt dich nicht voran, dich mit anderen zu vergleichen. Vergleiche lieber deine Erfolge untereinander und steigere dich.
  2. Neid als Motivation nutzen – Falls du dich doch wieder dabei erwischst, wie du dich mit anderen vergleichst, halte kurz inne und überlege, warum du das machst. Bist du vielleicht momentan einfach unzufrieden mit deinem Leben/ deiner Arbeitsstelle/ deinem Äußeren? Nutze diese Erkenntnis als Motivation, um etwas zu ändern.
  3. Andere als Vorbild ansehen – Du träumst schon lange davon, in den Süden auszuwandern. Da kommt ein alter Schulkamerad um die Ecke und erzählt dir, dass er sich genau diesen Traum erfüllt hat. Verteufle ihn nicht, sondern frage ihn wie er es geschafft hat. Er ist der lebende Beweis dafür, dass etwas von dem wir vorher vielleicht dachten, es sei nicht möglich, tatsächlich funktioniert!
  4. Steigere dein Selbstwertgefühl – Denn wer mit sich selbst zufrieden ist, braucht sich nicht mit anderen zu vergleichen.
  5. Wechsle die Perspektive – Hast du dich schonmal gefragt, warum dein Arbeitskollege ständig ein neues Smartphone hat? Ist es vielleicht der einzige Weg für ihn, um Glück zu empfinden? Eigentlich bemitleidenswert oder?
  6. Sei dankbar – Erkenne die Dinge, die du bereits in deinem Leben hast und sei dankbar dafür. Sei es die Familie, die hinter dir steht, das Dach über dem Kopf oder der Hund, der dösend in der Ecke liegt. Es gibt immer jemanden, der schlechter dran ist als du.
  7. Freue dich für andere – Sich für andere zu freuen, kann fast schöner sein als sich für sich selbst zu freuen. Lerne dich mit anderen und für andere zu freuen.

 

Mit Neidern umgehen

Es wird immer Menschen geben, die neidisch sind. Versuche mit solchen Menschen offen darüber zu reden. Manchmal hilft es auch, ihnen ab und zu ein Kompliment zu machen oder bei sich selbst Fehler einzugestehen. Das nimmt dem Neid die Kraft.

Neid ist heutzutage nicht mehr notwendig. Er hemmt uns nur. Deswegen sollte sich jeder auf sich selbst besinnen und nicht mehr mit anderen vergleichen. Mach dich frei vom Neid!

 

 

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4 Replies to “Wie man Neid in etwas Positives verwandelt

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