3 Filme zum Thema “Künstliche Intelligenz” – Wie weit darf Technologie gehen?

künstliche-Intelligenz

Die Entwicklung der Technik und die damit einhergehende künstliche Intelligenz spielt eine immer größer werdende Rolle. Mit Vorreitern wie z.B. den Systemen “Siri” oder “Alexa” hat sie bereits Einzug in unser Leben gefunden. Auch in der Medizin sollen neue Technologien eine Unterstützung bedeuten. Bereits 1992 wurde in den USA der “Robodoc” entwickelt. Dieser Roboter sollte bei seinen Patienten die notwendigen Fräsungen bei einer Hüftgelenks-OP durchführen. Leider war das damalige System noch nicht ausgereift genug, sodass viele Patienten über Schmerzen und Folgeschäden klagen.

Aber sollte man aufgrund eines Fehlers jedwede technische Unterstützung bzw. künstliche Intelligenz verteufeln? Wo liegen die Vorteile der Technik? Wie kann sie uns, bei richtiger Anwendung, im Alltag unterstützen?

In einigen Filmen wird das Thema Technik und künstliche Intelligenz ebenfalls angeschnitten. Ich werde ein paar Vor- und Nachteile aufzählen, die deren Nutzung mit sich bringen kann. Es werden vielleicht auch Fragen aufkommen, auf die es noch keine annehmbare Antwort gibt.

 

 

Transcendence 2014 Mystery/Thriller (mit Johnny Depp)

Wir lernen den bekannten Wissenschaftler Dr. Will Caster kennen. Er ist Experte auf dem Gebiet künstliche Intelligenz. Mit anderen Experten arbeitet er daran eine künstliche Intelligenz zu erschaffen, die sowohl denken als auch fühlen kann. Dies wollen sie erreichen, indem sie das Bewusstsein eines Lebewesens in einen Super-Computer hochladen. Gegner seiner Arbeit üben einen Mordversuch auf ihn aus, den er nur schwer verletzt überlebt. Da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, beschließen er, seine Frau und sein Freund, sein eigenes Bewusstsein in den Computer hochzuladen. So bleiben seine Erkenntnisse, Ideen und seine Persönlichkeit auch nach seinem Tod noch erhalten.

 

Trauerverarbeitung

Auf die moralische Frage, ob es richtig ist, jemanden nach seinem Ableben trotzdem zu erhalten, möchte ich nicht genauer eingehen. Es hat Vorteile, aber auch gewisse Nachteile. In unserer Zeit könnte es den Hinterbliebenden vielleicht helfen die Trauer zu verarbeiten. Zur Erklärung: wenn ein Mensch sehr plötzlich von uns geht, haben wir meist nicht mehr die Möglichkeit uns von ihm zu verabschieden. Angenommen die Persönlichkeit desjenigen wäre virtuell vorhanden, dann könnten die Angehörigen noch ein letztes Mal mit ihm reden. Oder zumindest mit einer virtuellen Version davon. Wichtig ist nur, dies alles unter Betreuung geschehen zu lassen, damit sich die Trauernden nicht darin verlieren.

 

 

Wissenschaft

Von Vorteil könnte die Speicherung auch für die Wissenschaft sein. Der Verstand großer Persönlichkeiten könnte am Leben erhalten werden. Nicht nur ihre Ideen, Ergebnisse und Forschungen stünden dann zur Verfügung, sondern auch ihre Persönlichkeiten. Das hieße, man könnte sie bei Bedarf mit neuen Problemen konfrontieren. Aufgrund ihrer komplexen Art zu denken, würden sie auch in Zukunft noch wichtige Probleme lösen.

 

Medizin

Bei ausreichender Entwicklung könnten Maschinen die Menschen auch in der Medizin unterstützen. Sie operierten mit größerer Präzision und reagierten bei Problemen viel schneller. Der Mensch hat eine Reaktionszeit von 0,8 Sekunden, die sogenannte Schrecksekunde. In diesem Bruchteil einer Sekunde kann in einer OP bereits ein Millimeter zu weit geschnitten worden sein. Schaltet sich das Gerät sofort aus, wenn die berechnete Schnittlänge erreicht wurde, werden vielleicht Fehler vermieden.

Auch in der Pflege oder in Krankenhäusern würde bestimmte Technik die Arbeit erleichtern. Viele Menschen, die in dieser Richtung arbeiten, klagen oft über Rückenschmerzen, weil die körperliche Belastung oft sehr hoch ist. Roboter, die Menschen heben oder von einem Ort zum anderen bringen, sind schon in der Entwicklung. In Japan hebt ein Roboter namens “Robobear” bereits Patienten aus ihren Betten in einen Rollstuhl.

 

 

In Transcendence wird jeder dieser Punkte angeschnitten. Die künstliche Intelligenz in diesem Film möchte helfen. Sie beginnt sogar sich über die gesamte Erdkugel zu verteilen, versucht aus dem Menschen eine verbesserte Version erschaffen. Doch trotz all der Vorteile, die es bringen kann, sollten wir selbst entscheiden können, was eine Maschine darf und was nicht. Deswegen sollten wir sie so programmieren, dass sie sich an bestimmte Regeln zu halten haben.

Übrigens! Es gibt bereits eine App, die versucht deine Persönlichkeit zu kopieren. Ihr Name ist Replika. Mit verschiedenen Fragen, die sie dir innerhalb eines Chatverlaufs stellt, versucht sie dich zu analysieren und eine virtuelle Kopie von dir zu erstellen.

 

I, Robot 2004 Science Fiction (mit Will Smith)

In dieser Welt sind Roboter bereits in den Alltag der Menschen integriert. Sie übernehmen verschiedene Aufgaben, um die Menschen zu unterstützen. Jeder von ihnen folgt drei Regeln:

 

1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

2. Ein Roboter muss dem ihm von einem menschlichen Wesen gegebenen Befehlen gehorchen, es sei denn, dies würde das Erste Robotergesetz verletzen.

3. Ein Roboter muss seine Existenz schützen, es sei denn, dies würde das Erste oder Zweite Robotergesetz verletzen.

 

Die Geschichte beginnt mit einem mysteriösen Selbstmord, den der Polizist Del Spooner aufklären soll. Er glaubt nicht an einen Suizid und verdächtigt einen Roboter, den er am Tatort findet. Alle Menschen um ihn herum glauben nicht daran, dass ein Mech, wie die Roboter genannt werden, einem Menschen Schaden zufügen könnte. Schließlich sind die Mechs alle nach bestimmten Regeln programmiert worden.

 

Eigenständiges Handeln?

Was ist, wenn die Roboter aufgrund gerade dieser Regeln eine andere Möglichkeit für ihr Handeln wählen? Eine Möglichkeit, die der Mensch nicht ausgesucht hätte, weil Menschen noch andere Aspekte zu ihren Überlegungen hinzuziehen. Sie verallgemeinern Situationen nicht. Es gibt niemals zweimal die gleiche Ausgangslage, sodass man immer neu über Entscheidungen nachdenken muss. Selbst wenn man einem Roboter alle Parameter richtig einprogrammieren würde, könnte es sein, dass ein entscheidender Schnipsel fehlt. Und sei es nur die Erfahrung eines einzelnen Menschen.

Eine, nach Regeln lebende, künstliche Intelligenz würde vielleicht Entscheidungen treffen, die für uns unverständlich wären. Wie auch in diesem Film. Die Roboter kommen nämlich zu dem Schluss, dass sie die Menschheit nur dann wirklich beschützen kann, wenn sie die Menschen, welche Kriege führen und die Erde vergiften, vor sich selbst beschützen. So erfüllt sie alle drei Gesetze perfekt.

Auch wenn es also hilfreich sein kann, von Robotern unterstützt zu werden, sollten wir ihnen nie alles überlassen. Sonst enden wir irgendwann so wie die Menschen in dem Film Wall-E, faul und dick.

 

 

A.I. – künstliche Intelligenz 2001 Science Fiction (von Steven Spielberg)

Auch hier sind Roboter bereits ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Die Firma Cybertronics arbeitet an einem neuen Prototypen. Einem Roboter, der aussieht wie ein kleiner Junge. Er soll Emotionen empfinden, eigenständig denken und Entscheidungen treffen können. Da sein eigener Sohn im Koma liegt, darf ein Mitarbeiter der Firma namens Henry Swinton, den Prototypen mitnehmen. Er hegt die Hoffnung, dass seine Frau Monica so über den Verlust ihres eigenen Kindes hinwegkommt. Zunächst ist sie etwas skeptisch, doch schon bald schließt sie den Roboter-Jungen David in ihr Herz.

Unerwartet erwacht der leibliche Sohn aus dem Koma. Er ist gar nicht begeistert von seinem neuen Bruder und versucht mit allen Mitteln ihn davon zu ekeln. Da David es nicht besser weiß, begeht er ein paar Fehler und wird von seiner Familie nach und nach als Gefahr angesehen. Da Monica es nicht übers Herz bringt ihn zurückzubringen (was die Zerstörung für ihn bedeuten würde), setzt sie ihn im Wald aus. Für den kleinen Roboter-Jungen beginnt eine lange Reise. Sie wird von dem Wunsch begleitet, ein echter Junge zu sein, um seiner Mutter zu gefallen.

 

 

Trauerverarbeitung

Auch in diesem Film soll die Technologie über die Trauer hinweghelfen. Sie soll einen geliebten Menschen ersetzen. Doch sind wir ehrlich, ist dies schlicht und einfach nicht möglich. Ein Roboter wird es nicht schaffen so bedeutend wie ein eigenes Kind zu sein. Selbst, wenn man es schafft, die künstliche Intelligenz anzunehmen und zu lieben, dann bleibt im Hinterkopf doch immer ein komisches Gefühl.

 

Integrierung in die Gesellschaft?

Angenommen den Forschern wäre es irgendwann möglich fühlende künstliche Intelligenz zu erschaffen, wie sollen wir dann mit ihr umgehen? Müssen wir sie dann nicht auch mit genau so viel Rücksicht behandeln wie jeden anderen Menschen? Ihr eigenes Kind hätte Monica wohl nicht im Wald ausgesetzt. Was würde passieren, wenn wir die Roboter falsch behandeln würden? Fingen sie dann auch an, Fehler zu begehen? Oder könnten sie sogar psychisch erkranken und den Menschen Schaden zufügen? In “A.I.” gibt es tatsächlich Roboter, die ein paar Schrauben locker haben und denen man nicht begegnen möchte.

All dies mögen noch Gedanken sein, doch sollte die Technologie sich immer weiter entwickeln, müssten wir uns solche Fragen irgendwann ernsthaft stellen. Deswegen sollten wir uns genau überlegen, ob wir Maschinen das Fühlen beibringen wollen oder es doch lieber den Lebewesen aus Fleisch und Blut überlassen. 

 

Fazit

Technik oder speziell die künstliche Intelligenz kann im Alltag hilfreich sein, doch sollte sie uns nicht zu viele Handlungen und Entscheidungen abnehmen. Denken und Fühlen sollten wir weitestgehend den Lebewesen überlassen.

Wenn du dich für Filme interessiert, findest du hier noch zehn inspirierende Filme mit einer Botschaft. 

 

Teile diesen Beitrag, wenn er Dir gefallen hat:

2 Replies to “3 Filme zum Thema “Künstliche Intelligenz” – Wie weit darf Technologie gehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.