Eigenschaften von kreativen Menschen und das Geheimnis ihres Erfolges

Manch einer scheint von der Muse einfach bevorzugt zu werden. Wie sonst schaffen es Menschen wie Stephen King, Cornelia Funke und Pablo Picasso so viele gute Werke zu erschaffen? Stephen King hat bis jetzt über 50 Romane, mehr als 100 Kurzgeschichten, etliche Novellen und einige Drehbücher veröffentlicht. Cornelia Funke schrieb über 40 Kinder- und Jugendbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt und von denen einige bereits verfilmt wurden. Wie schaffte es Picasso über 50.000 Werke hervorzubringen? Was zeichnet diese kreativen Menschen aus? Und vor allem: Was ist das große Geheimnis ihrer nie zu enden wollenden Inspiration?

 

 

Eigenschaften von kreativen Menschen

Es gibt zahlreiche Eigenschaften, die einen kreativen Menschen auszeichnen können. Nachfolgend sind einige von ihnen aufgezählt. Nicht jeder muss jede Eigenschaft besitzen, aber sie sind ein Indikator für einen kreativen Menschen.

Kreative Menschen …

 

 … sind neugierig
Um an neue Ideen zu gelangen, bleiben kreative Menschen stets neugierig. Sie wollen alles herausfinden, hinterfragen Fakten und lernen so ständig Neues dazu. So ist für sie jeder Tag ein Abenteuer.

 

… neigen zu Tagträumen

Durch ihre nachdenkliche Art stecken kreative Menschen oft in Tagträumen fest, die sie von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken. Dass diese Tagträume allerdings nicht nur negative Seiten haben, sondern auch die Verbindungen im Gehirn festigen und zu neuen Erkenntnissen bringen, dies hat eine Studie aus dem Jahr 2012 erwiesen.

 

… sind unordentlicher

Regeln sind für kreative Menschen oft ein Graus. Sie versuchen aus der Norm auszubrechen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sie oft unordentlicher sind. Die Unordnung scheint im Gehirn neue Verknüpfungen, also neue Ideen, sprießen zu lassen. Außerdem bleibt ihnen so mehr Zeit für andere Dinge. Während andere ihre Zeit damit verbringen aufzuräumen, beschäftigen sich diese Menschen mit kreativen Dingen.

Eine Studie aus Minnesota unterstützt diese Theorie:

 

Being in a messy room led to something that firms, industries, and societies want more of: Creativity.

(In einem unordentlichen Raum zu sein, hat zu etwas geführt, von dem Firmen, Industrien und Gesellschaft mehr wollen: Kreativität.) 

Kathleen Vohs

 

… mögen die Einsamkeit

Künstler brauchen hin und wieder Zeit für sich. Sei es, um ihre Energie wieder aufzuladen oder um die Zeit für ihre Kunst zu nutzen. Sie benötigen meist mehr Zeit allein als andere. Einige Künstler gelten deswegen eher als introvertierte Menschen.

 

… suchen nach Leidenschaft

Während Börsenmakler nach dem größtmöglichen Gewinn haschen, suchen die kreativen Menschen nach der Erfüllung ihrer Leidenschaft. Ihnen geht es weniger um ihren Kontostand, als darum sich kreativ auszuleben und selbst zu verwirklichen.

 

… fluchen gern

Seinem Frust Luft zu machen weckt Emotionen und aktiviert so Bereiche im Gehirn, die sonst eher träge sind. Mit einem wachen Gehirn kommen wir leichter auf tolle Ideen.

Fluchen aktiviert unser Gehirn in seiner gesamten Ausdehnung – links und rechts, oben und unten.

(Steven Pinker, Buch: “Der Stoff aus dem das Denken ist” )

 

… denken anders

Wartezeiten sind als kreativer Mensch nie langweilig. Er weiß diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Entweder liest er etwas, schreibt, malt oder hängt einem Tagtraum nach.

Außerdem sehen solche Menschen die Schönheit meist dort, wo niemand sie vermutet. Sie erfreuen sich an den kleinen Dingen des Lebens.

 

Das Papier bleibt trotzdem weiß, die Leinwand leer?

Was machen diese Menschen anders?

 

Das Geheimnis ihres Erfolges

“Ja gut…”, denkst Du Dir jetzt bestimmt, “das sind ja alles ganz tolle Eigenschaften, aber was machen diese Menschen denn nun anders als ich? Vielleicht haben sie einfach Glück und werden von der Muse bevorzugt!”

Es ist kein wirklich großes Geheimnis und doch ist es schwieriger, als man denkt. Wie bereits erwähnt, steckt hinter jedem dieser kreativen Menschen eine große Leidenschaft für das, was er tut. Mit dieser Leidenschaft und all den anderen Eigenschaften, die diese Menschen ausmachen, schaffen sie eine Sache, die entscheidend ist:

Sie bleiben dran! 

Sie haben sich dafür entschieden, kreativ tätig zu sein und machen jeden Tag etwas dafür. So  erhalten sie sich den Schwung. Auch wenn sie mal keine Lust haben, warten sie nicht darauf, von der Muse geküsst zu werden. Sie fangen einfach an. Denn sie wissen: Die Ideen kommen mit der Arbeit. Das Wichtigste ist, dass man Spaß dabei hat.

Also sei nicht neidisch, sondern versuche jeden Tag etwas von dem zu machen, das Du liebst. Mit der Zeit wirst Du Dich verbessern und immer bessere Ergebnisse erzielen.

Dir will absolut nichts einfallen? Das Papier ist auch nach einer Stunde immer noch weiß? Dann frage Dich:

  • Bin ich zu streng mit mir? Versuche ich zu perfekt zu sein? So verlierst Du ganz schnell den Spaß an der Sache. Versuche einfach Deinem Bauchgefühl zu vertrauen und schließe Deinen inneren Kritiker für eine Weile einfach aus.
  • Mache ich das, weil es mir gefällt oder weil ich jemanden beeindrucken will? Mach Dir selbst nichts vor. Wenn Du nicht mit Lust bei der Sache bist, wirkt sich das auf Deine Arbeit aus.

 

Du schaffst es einfach nicht täglich das zu machen, was du magst? Gehst Du jeden Tag Deinem Trott nach, obwohl Du weißt, was Dir guttun würde? Dann lies in diesem Artikel nach, warum wir oft nicht das machen, was wir lieben. Vielleicht motiviert er Dich die tägliche Routine zu ändern.

 

Teile diesen Beitrag, wenn er Dir gefallen hat:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.