Das Glücksparadox – warum wir nicht leben, was uns glücklich macht

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Anstatt etwas Schönes zu kochen, schieben wir uns eine Pizza in den Ofen. Es fällt uns einfacher den Sportereignissen im TV zu folgen, als uns selbst auszupowern. Wir wissen, was uns glücklich macht, doch leben oft nicht danach.

 

Eine Studie übers Glücklichsein

Einen ganzen Tag lang auf dem Sofa zu sitzen und Serien zu schauen, kann für den Moment sehr verlockend sein. Wirklich glücklich sind wir auf Dauer damit aber nicht. Wir gehen mit dem unguten Gefühl ins Bett, den ganzen Tag über nichts getan zu haben.

Warum wir nicht aus diesem Trott herauskommen, damit haben sich Psychologen der Claremont-Universität in Kalifornien beschäftigt. Sie befragten rund 300 Menschen zu verschiedenen Aktivitäten. Diese waren aufgeteilt in passive und aktive Aktivitäten. Passive waren z.B.: Fernsehen, im Internet surfen oder die sozialen Netzwerke durchforsten. Zu den aktiven Aktivitäten gehörten: Joggen, Malen, ein gutes Gespräch führen oder ein Instrument spielen. Die Probanden sollten dazu folgende Fragen beantworten:

 

  1. Wie angenehm ist diese Tätigkeit?
  2. Wie viel Aufwand macht es, sie auszuführen?
  3. Wie groß ist die gedankliche Hürde, mit dieser Tätigkeit anzufangen?
  4. Wie häufig pro Woche beschäftigst du dich mit dieser Tätigkeit?

 

Lieber sofort entspannt, als länger glücklich

Bei der Studie stellte sich heraus, dass die meisten Menschen sich durchaus bewusst sind, was sie (auf lange Sicht gesehen) glücklich macht, doch trotzdem nicht danach leben. Die Forscher an der Universität fanden außerdem heraus, warum dies so ist. Oft ist es nicht der Aufwand, der die Menschen abschreckt. Es geht ihnen viel mehr darum, eine sofortige Befriedigung zu erhalten. Wenn wir uns vor den TV setzen, sind wir bereits nach ein paar Minuten entspannt.  Wir erlangen Entspannung auf Knopfdruck.

Beim Sport oder aber auch bei kreativen Aktivitäten bedarf es einer gewissen Anlaufphase, bis wir uns wohlfühlen und in eine Art “Flow” kommen. Zu Beginn einer Sporteinheit sind wir noch nicht im Rhythmus. Uns brennen die Muskeln, der Atem kratzt im Hals und es dauert, bis es uns Spaß macht. Schaffen wir es aber solange durchzuhalten, werden wir mit einem Hochgefühl belohnt. Man geht vollkommen in dem Moment auf und ist danach wesentlich glücklicher, als nach dem Fernsehen. Auf lange Sicht gesehen, machen uns die aktiven Aktivitäten also eher glücklich. Auch wenn es nicht einfach ist, müssen wir zunächst Energie investieren, um generell glücklicher und ausgeglichener zu sein.

 

Aktive Aktivitäten machen uns auf Dauer glücklicher!

 

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Lernen, sich selbst glücklich zu machen

Wie kommt man aus dem Strudel der Faulheit hinaus und überzeugt sich davon, Dinge zu tun, die einen wirklich glücklich machen? Diese Frage haben sich auch die Forscher gestellt. Sie kamen zu dem Schluss, man müsse sich bewusst machen, weshalb es einem guttut z.B. Sport zu treiben. Man sollte sich an das gute Gefühl erinnern, welches nach einer aktiven Aktivität entsteht. Aktive Aktivitäten liefern uns außerdem ein sichtbares Resultat. Am Ende entstehen schöne Bilder, ein selbst gestrickter Schal oder man kann seinen trainierten Körper im Spiegel bewundern.

Natürlich wird es nicht immer möglich sein die Couch zu meiden. Wir sollten versuchen öfter die Dinge zu tun, die uns wirklich glücklich machen. Überlege dir also, was dich auf Dauer wirklich glücklich macht und versuche mehrmals in der Woche dieser Aktivität nachzugehen.

Was außerdem sehr befriedigend sein kann, aber wofür sich viele Menschen einfach keine Zeit nehmen, ist das Lesen. Dabei gibt einige sehr gute Gründe täglich zu lesen! Ein paar davon findest du hier:

10 gute Gründe, warum jeder täglich lesen sollte

Macht das, was euch glücklich macht und lebt los!

Inspiration und Quelle für die Fakten (zur Studie) aus diesem Artikel: Zeitschrift “Flow” Ausgabe 29 – 2017

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