5 Zeitfresser – Wie Du sie ausfindig machst und beseitigst

Nur mal eben etwas im Internet nachlesen, kurz die E-Mails checken und zack! Auf einmal ist viel zu wenig Tag für viel zu viele Aufgaben übrig. Wenn Dir nicht klar sein sollte, wo Deine Zeit hin fließt, wird Dir dieser Artikel vielleicht einen Denkanstoß geben. Finde die fiesen Zeitfresser in Deinem Leben.

 

1. Smartphone und Telefon

Soziale Netzwerke und Google einmal ausgenommen, verbringen wir sehr viel Zeit am (Mobil-) Telefon mit texten und telefonieren. Wenn es klingelt und piept, schauen wir wie ferngesteuert auf das Telefon. Jedes Mal verbringen wir nicht nur Zeit damit, uns um eine Antwort für den anderen zu kümmern (schließlich möchte man niemanden vor den Kopf stoßen), sondern werden auch aus unserer aktuellen Aufgabe herausgerissen. Für den Bruchteil einer Sekunde verlässt die Konzentration unsere eigentlich Aufgabe.

Dagegen hilft: Abschalten. In dem Beitrag Offline ist das neue Online – Tipps gegen ständige Erreichbarkeit gehe ich näher auf das Thema ein.

 

2. Internet und das Schneeballprinzip

Wer kennt es nicht? Ein Begriff, ein Sachverhalt, etwas, das man nur mal “kurz” nachschlagen möchte. Die passende Seite ist schnell gefunden. Doch dann der erste Querverweis, das nächste interessante Unterthema. Und plötzlich ist man gefangen im Strudel spannender Themen.

Bevor Du abdriftest, schiebe dem ganzen einen Riegel vor. Es reicht ein bis zwei weiterführende Seiten zu besuchen, um sich einen Überblick über das Thema zu verschaffen. Schließe das Fenster. Falls es Dich auch nach mehreren Stunden oder am nächsten Tag noch interessieren sollte, dann kannst Du weiterlesen. Meist vergessen wir allerdings die Hälfte von dem, was wir eigentlich nachgelesen haben.

 

3. Soziale Netzwerke

Es ist kein Geheimnis, dass der Großteil unserer Gesellschaft zu viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringt. Das stundenlange Surfen gibt uns das Gefühl dabei zu sein, auf dem Laufenden zu bleiben. Es befriedigt unser Bedürfnis nach Nachrichten schnell und unkompliziert. Dabei merken wir nicht, wie sehr wir von den Bildern und Texten überflutet werden. Es entsteht ein Überfluss an Informationen, den unser Gehirn nicht bewältigen kann. Bei dem Versuch, sich alles zu merken, verbraucht es Energie, die uns an anderen Ecken wiederum fehlt.

Eine Lösung wäre es, sich die Zeit in sozialen Netzwerken einzuteilen. Kein stundenlanges Surfen durch Insta-Feeds mehr, sondern Input in Maßen heißt das Zauberwort. Ich weiß, wie schwer es ist, nicht “mal eben” nachzuschauen, ob sich etwas getan hat. Aber wie viel befriedigender ist es doch, am Ende des Tages die Summe aller neuen Likes zu sehen, als stündlich nur einzelne?

 

© Clarissa Braun

 

4. Serien – Ein süchtig machender Zeitfresser

Ja, ich gebe es zu. Ich werde, wenn die neue Staffel von “Game of Thrones” erscheint, auch vor dem Fernseher kleben. Aber: ständig und andauernd Serien schauen, kostet Zeit und Energie, sinnvoller ist es, sich die Serie einzuteilen. Nach mehr als zwei Folgen ist unser Gehirn sowieso überfordert, oft wissen wir dann schon gar nicht mehr alle Einzelheiten aus der ersten Folge. Serien werden dafür gemacht, uns stundenlang zu fesseln. Kein Wunder also, dass es meist am Ende jeder Folge einen Cliffhanger gibt. Auch wenn der Cliffhanger noch so fies sein kann, macht es Sinn, bei zwei Folgen zu bleiben. So sparst Du Zeit und Energie.

 

5. Übermäßige Besorgnis und Perfektionismus

Der letzte Zeitfresser, über den ich schreiben möchte, hat nichts mit Technik zu tun. Er ist tief ins unserem Verstand verankert. Falls Du auch zur Gattung des Homo Perfectus gehören solltest, weißt Du, wovon ich rede: der Perfektionismus. Perfektionismus bzw. die Sorge etwas nicht gut genug zu machen, kann mehr Zeit fressen als alle anderen Dinge zusammen. Durch das ständige Nachprüfen, Korrigieren und das Aufschieben der Abgabe kann unglaublich viel Zeit verloren gehen. Und das obwohl das Projekt/ die Mail/ der Text oder ähnliches bereits nach der zweiten Korrektur fertig war.

Eine gründliche Prüfung ist natürlich wichtig. Je nach Art der Aufgabe können es sogar vier bis fünf Prüfungen sein. Manchmal ist es notwendig, sich vorher ein Limit an Korrekturversionen oder ein Zeitlimit zu setzen. So verfällst Du nicht in eine endlose Korrekturschleife. Oft hilft es auch, eine Arbeit über Nacht liegen zu lassen, um am nächsten Tag mit frischem Kopf die Sache erneut anzugehen.

 

Mit diesen fünf Dingen verbringst Du kaum Zeit? Dann suche Deine persönlichen Zeitfresser, indem Du eine Woche lang peinlich genau aufschreibst, wann Du was machst. Schnell wird sich etwas finden, das gar nicht so viel von Deiner Zeit verdient hat.

Du hast die Zeitfresser alle eliminiert und trotzdem bleibt kaum Zeit für Dich? Du bist gestresst, gehetzt, weißt nicht, wo Dir der Kopf steht? Vielleicht wäre der Miracle Morning etwas für Dich? Er dient dazu, sich auf sich selbst zu fokussieren, den Kopf frei zu bekommen, generell motivierter in den Tag zu starten.

 

© Clarissa Braun
Teile diesen Beitrag, wenn er Dir gefallen hat:

2 Replies to “5 Zeitfresser – Wie Du sie ausfindig machst und beseitigst

  1. “Serien werden dafür gemacht, uns stundenlang zu fesseln. Kein Wunder also, dass es meist am Ende jeder Folge einen Cliffhanger gibt.”
    Früher war ja der Normalfall, dass jede Woche eine Folge kommt. Ich find gut, dass Netflix und co. so etwas wieder bei ihren eigenen Folgen einführt! Jede Woche an Tag X eine Folge schauen, fühlt sich, finde ich, auch viel besser an, als ~12 Folgen an einem Tag zu schauen!

    1. Hi Max,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich finde es auch gut, dass die Streaming-Dienste ihre Serien wieder nur in Maßen zur Verfügung stellen. Dadurch wird die Gefahr minimiert, dem Binge Watching zu verfallen.
      Liebe Grüße
      Clara 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.